Kräuter

Wie’s weiß duftet

Ganz in weiß - ja, Kranz in weiß! Der Frühsommer schenkt uns Blüten, besonders reich in Weiß. Schafgarben, Giersch, Wiesenlabkraut, Feinstrahl, Wilde Möhre...

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Wundersame Vermehrung

Baerlauchfruechte

Foto: Renate Blaes

Bärlauch – wenn er erst einmal wo wächst, dann bald richtig. Schnell bildet er riesige Bestände aus, wird in manchen Gegenden zum Unkraut. Jetzt, zu Sommerbeginn, verschwindet der Bärlauch allmählich. Unter ziemlichen Duftwolken, die einem ganz schön in die Nase steigen, zieht er sich zurück. Nicht ohne vorher für Aussaat zu sorgen. In den grünen Früchten reifen schwarze Samen. Gewöhnlich werden sie von Ameisen verschleppt. Außer…

Himmelswasser

FrauenmantelIch habe das Gefühl, dass mich in diesem Jahr alles überholt. Da blüht doch tatsächlich der Frauenmantel schon? Sogar schon eine ganze Weile, und ich muss mich sputen, dass ich welchen bewundern kann. Auf der Wiese, wild wachsend. Man gehe zu Sonnenaufgang nackt (!) und schweigend (!!!) zur Alchemilla,

Wie das Gänsefingerkraut versilbert wurde

GaensefingerkrautAls die Pflanzen von Mutter Natur ihre Bestimmung zugedacht bekamen, wurde der kleinen Anserine beschieden, sie habe mit ihren gefiederten Blättern auf dem Gänseanger zu gedeihen, aber auch den kahlen Boden entlang des Wegs zu bedecken, zwischen Gänsewiese und Fahrspur. Die kleine Anserine gehorchte brav ihrer Berufung.

Bärig, der Lauch

Baerlauch jungEr sprießt schon eine ganze Weile, der Bärlauch. Wenn er noch jung ist, schmeckt er besonders würzig und zeigt rassige Schärfe. Auf zu kulinarischen Bärlauchfreuden – auch beim Küchen-Rendezvous am Mittwoch, den 26. März 2014 auf Schlossgut Odelzhausen, von 18.30 bis 21.00 Uhr. Da trifft sich der Bärlauch mit der Brennnessel, die beiden sind sich durchaus grün! Mit dabei: Bärlauchpesto. Schon gespannt? Für solche, die es nicht erwarten können, hier das Rezept:

Bärlauch, oder nicht?

BaerlauchDer Bärlauch ist schon weit gediehen in diesem Jahr. Da packt einen die Sammelwut, kräftig würzige Grün soll auf den Teller. Aber halt! Immer schön aufpassen, es mischen sich so einige andere unter den Waldknoblauch. Ganz wichtig: Bärlauch lässt sich NICHT am Geruch erkennen, jedenfalls nicht beim Sammeln. Ein Blatt gepflückt, schon riechen die Finger stark nach Knoblauch – egal was man dann in Händen hält, es duftet ebenfalls. Da heißt es schon ganz andere Merkmale erkennen:

Veilchengedicht

VeilchenbluetenDas Veilchen und der Schmetterling

Ein Veilchen auf der Wiese stand
an Baches Rand und sandte ungesehen,
bei sanftem Frühlingswehen
süßen Duft durch die Luft.

Bitter – ja bitte!

Loewenzahn RosetteSüß und salzig, damit werden wir täglich umgarnt und verführt. Zwei Stellschrauben, mit denen uns der wahre gute Geschmack vorgegaukelt wird, die uns süchtig machen. Herb? Bitter? Das wird verbannt. Man könne schlichtweg nicht gut kochen, wenn eine Speise bitter schmecke, so die Weisung vieler Koch-Gurus. Bitter – bäh, so die Suggestion vieler Lebensmittelhersteller. Und so verschwinden die Bitterstoffe von unseren Tellern.

Süßes, bitter erkauft

SteviaStevia. Süßblatt. Honigkraut. Stevia rebaudiana, ein südamerikanischer Korbblütler, hat sich schon mehrere Jahre im Kräutersortiment etabliert. Die Blätter schmecken süß, etwas lakritzartig, und werden als Zuckerersatz verwendet – kalorienfrei, zahnfreundlich. Natürlicher Süßstoff. Lange war Stevia bei uns als Lebensmittel nicht zugelassen, seit 2011 ist der aus den Blättern gewonnene Süßstoff in der EU unter E 960 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Na super! Aber hinter all der Süße verbirgt sich oft bittere Wahrheit und hinterlässt einen herben Geschmack, wirkt sich säuerlich auf die Laune aus und salzt die Preise.

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