Kräuter

Schon entdeckt? Vogelmiere

"Schöne Blumen wachsen langsam, nur das Unkraut hat es eilig." So William Shakespeare. Stimmt, denn es gibt schon frische Vogelmiere! Tausendsassa unter den frühen Frühlingskräutern. Jährlich 5-6 Generationen mit rund zehn- bis zwanzigtausend Samen. Das macht glauben, dass Vogelmiere ein Kraut ist, das die Fruchtbarkeit fördert...

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Ex und hopp

Kraeuter in PastikhuelleKräuter, die gibt es ganzjährig in jedem Supermarkt. Getopft, eingetütet. Für den Frischverzehr, sofort und gleich – denn solche Kräutertöpfe lassen sich kaum auf der Fensterbank weiterkultivieren. Innerhalb weniger Tage machen sie da die Grätsche, werden welk, bekommen Läuse, werden von Schimmel überzogen. Sie sind auch gar nicht zum langfristigen Ziehen gedacht, sondern für den schnellen Verbrauch – es ist so was wie getopfte Bundware.

Hunger auf frisches Grün

Keimlinge 3Wohl in keiner anderen Jahreszeit als eben jetzt ist der Hunger auf frisches Grün größer! Doch der lässt sich leicht stillen, selbst wenn es draußen noch gar nichts zu ernten gibt. Dann hält eben die Fensterbank als Gartenersatz her, wo sich ganz schnell Keimlinge und Sprossen, aber auch reichlich Grünes ziehen lässt, die vor Vitaminen, Mineralien und anderen Vitalstoffen nur so strotzen.

Die Kraft der Knospen: Gemmotherapie

Ribes nigrum KnospenImmer wieder faszinierend: Knospen! Während des Winters bewahren sie das Kostbarste der Pflanzen perfekt verpackt und optimal geschützt, damit das neue Leben im Frühling voller Kraft austreiben kann. Was derart voller Lebensfreude und Vitalität steckt, sollte doch auch uns gut tun – und dem ist auch so.  Im Bild Knospen der Schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum), daraus entsteht eines der wichtigsten Mittel der Gemmotherapie, mit kortisonähnlicher Wirkung, geeignet zum Einsatz u.a. bei Heuschnupfen.

Entdeckt: Scharfer Oregano

Scharfer OreganoOregano, auch Dost oder Wilder Majoran genannt, ist DAS Pizzakraut, perfekt aber auch für Nudelsaucen, mediterrane Gemüsegerichte, als Kartoffelwürze. Origanum vulgare habe ich aber auch deswegen gerne im Garten, weil er mit seinen Blüten DIE Attraktion für unzählige Insekten ist. Und jetzt finde ich zwischen anderen Kräutertöpfen: Scharfen Oregano… echt scharf, oder?

DSDS im grünen Bereich

D s d SpVor langer Zeit, als die Winter noch richtige Winter waren und die Pflanzen mit Frost, Reif und Schnee über lange Zeit in einen Dornröschenschlaf zwangen, da hatte alles noch seine Ordnung. Blumen, Sträucher und Bäume hielten sich sang- und klanglos an die Ruhezeiten. Keinem Gewächs wäre eingefallen, verfrüht aus der Erde zu spitzen, seine Knospen zu öffnen. Geduldig warteten alle auf das Signal. Die Ehre, den Frühling und damit das große Erwachen einzuläuten, fiel den Schneeglöckchen zu.

Entdeckt: Bronzefenchel

Bronzefenchel 2Steht ab und zu schon zwischen den Küchenkräutertöpfchen: Bronzefenchel (Foeniculum vulgare var. rubrum). Noch sieht er zierlich und nicht so sehr bronzefarben, sondern frischgrün aus, aber bald schon packt ihn das Wachstumsfieber und er sprießt kräftig in die Höhe, verfällt er der Mode und kleidet sich chic.

Entdeckt: Hirschhornwegerich

HirschhornwegerichImmer auf der Suche nach besonderen Kräutern entdecke ich in einer gut sortierten Gärtnerei dieser Tage doch tatsächlich ein Küchenkraut, das schon die alten Römer auf den Tisch brachten und das man in Südeuropa noch besser kennt als hierzulande: den Hirschhornwegerich (Plantago coronopus). Das sollte sich ändern, denn der mit Spitz-, Mittel- und Breitwegerich verwandte Hirschhornwegerich lässt sich prima im Garten kultivieren, schmeckt nussig-pilzig-würzig, ist vielseitig in der Küche verwendbar und gilt als heilsam bei Blasen- und Nierenleiden. 

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