Garten

Garten: Blaue Blütenstunden

BlaukissenFrisch entdeckt
Blau ist eine begehrte Blütenfarbe. Das Blaukissen (Aubrieta) bietet mehr als genug davon, auch wenn es eigentlich mehr zum Violett oder Lila tendiert. Zur Blütezeit sind die dicht graugrün belaubten Polster komplett von Blüten überzogen. Neue Sorten sind ganz besonders großblumig und auch tiefblau. Echte Hingucker! Ursprünglich sind Blaukissen im östlichen Mittelmeerraum bis Kleinasien heimisch. Ihren Aufschwung erlebten Blaukissen, als Steingärten in Mode kamen, seit Mitte des 19. Jahrhunderts gehören sie daher zum Standardsortiment. Heute pflanzt man Blaukissen bevorzugt an Böschungen und Wälle, auf Mauerkronen und entlang von Treppen.

Wetterspruch:
Donner im April
viel Gutes künden will.

Garten: Zeit wird’s

Moossteinbrech 2Was jetzt grad auffällt:
Moossteinbrech
Sie suchen nach einem unkomplizierten Lückenfüller für halbschattige, leicht feuchte Stellen unter Bäumen oder hohen Stauden? Etwas hübsch und anhaltend Blühendes für den Steingarten oder für Trogbeete? Dann sind Sie mit dem Moossteinbrech (Saxifraga x arendsii) bestens beraten. Dichte, moosartige Polster bleiben ganzjährig attraktiv, im Frühling kommt eine begeisternde Blüte hinzu. Weiße, rosafarbene, rote Blüten auf langen Stielen bilden einen Blütenteppich, der sich über Wochen hält.

Wetterspruch:
Wohl hundertmal schlägt’s Wetter um,
das ist dem April sein Privilegium.

Garten: April macht was er will

Goldlack 1Was jetzt grad auffällt:
Goldlack
Frühlingsduft zieht durch die Luft – unüberriechbar! Goldlack (Erysimum cheiri, Cheiranthus cheiri) blüht und verzaubert Beete, Rabatten, Töpfe und Kübel mit seiner verschwenderischen Blütenfülle in schillernden Farben. Anspruchslos, robust, pflegeleicht, blühfreudig, wuchsstark, wie man sich eine moderne Gartenpflanze vorstellt – der Goldlack erfüllt alle Wünsche. In voller Sonne entwickelt sich sein an Gewürznelken erinnernder Duft am besten. Meistens wird Goldlack als Einwegpflanze gezogen, nach dem Abblühen kompostiert. Schade, denn Goldlack kann nach Rückschnitt über viele Jahre gedeihen, wenn man ihn aussamen lässt, sich sogar vermehren.

Wetterspruch:
Am ersten April kann man vermessen,
die Wetterkarte gleich vergessen.

Garten: Ostern recht schee und nicht im Schnee

Osterglocken 2Was jetzt grad auffällt:
Osterglocken
Teilweise haben sie es geschafft, rechtzeitig zu dem heuer besonders zeitig liegenden Osterfest ihre gelben Glocken zu zeigen – Osterglocken gehören zu Ostern wie Ostereier, Osterschinken, Osterlamm. Osterglocken (Narcissus pseudonarcissus), auch Gelbe Narzissen oder Märzenbecher genannt, sind sehr robuste und blühwillige Zwiebelblumen, die anders als etwa Tulpen von Wühlmausfraß verschont bleiben. Weil sie zuverlässig jedes Jahr um die Osterzeit herum scheinbar aus dem Nichts auftauchen und prächtig blühen, gelten sie als Symbole für die Auferstehung und das ewige Leben. Wer Osterglocken in die Vase stellen möchte, sollte sie besser nicht mit anderen Blumen kombinieren. Narzissen sondern einen Schleim ab, der die Wasserleitbahnen verstopft. Das lässt andere Blüten schnell welken. Birken- oder Weidenzweige passen dagegen perfekt zu den „Daffodils“, die in England wahren Kultstatus genießen.

Wetterspruch:
Osterregen bringt magere Kost,
Ostersonne fette und reichliche.

Garten: Winter ade

Was jetzt grad auffällt: Küchenschelle Märzensonne, welche Wonne, lockt allerlei Blütenwunder hervor. Beispielsweise Küchenschellen (Pulsatilla vulgaris). Deren Blüten werden von einem seidigen Pelz geschützt, deshalb machen ihnen Kaltlufteinbrüche oder Schneeschauer nichts aus. Während die Pflanzen in der Natur immer weniger werden, sieht man sie in Gärten immer...

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Garten: Der Frühling ist ein zartes Pflänzchen

Was jetzt grad auffällt:
Schlüsselblume
Hier und da blühen sie schon, die Schlüsselblumen, Schlüssele oder Himmelsschlüssel. Nach einer Legende sind sie aus den verlorenen Schlüsseln des heiligen Petrus entstanden, und schließen seitdem im Frühling die Erde für alle Pflanzen auf. Die Echte oder Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris) gehört laut dem Deutschen Verband für Landschaftspflege zu Bayerns Ureinwohnern und ist heuer „Blume des Jahres“. Die dottergelben Blüten tragen orangefarbene Flecken am Schlund, damit unterscheidet sich diese Art von der viel häufigeren Hohen Schlüsselblume (Primula elatior). Weil die Lebensräume der Echten Schlüsselblume schwinden, kann man ihr im Garten einen Überlebensraum schaffen. Viele Gärtnereien bieten Echte Schlüsselblumen getopft an. Die Pflanzen brauchen einen sonnigen bis licht-schattigen Platz mit magerem, kalkhaltigem Boden.

Wetterspruch:
Märzen kalt und Sonnenschein – bringt eine gute Ernte ein.

Garten: Ab in den Topf

Kissenprimeln klWas jetzt grad auffällt:
Kissenprimeln
Wenn der Frühling gerade draußen nicht so recht mag, dann lässt sich der Winterblues mit fröhlichen Blüten vertreiben – kleine Primeln sorgen für gute Laune. Die Stängellose Schlüsselblume (Primula vulgaris), auch Erdprimel genannt, ist in West- und Südeuropa heimisch, bei uns nur an wenigen Stellen wie im Bodenseegebiet. Aber es gibt aus ihr gezüchtete Garten- oder Frühlingsprimeln in allen erdenklichen Farben, und genau diese strahlen uns derzeit überall entgegen. Die kleinen Frühlingsboten mögen es hell und nicht allzu warm im Zimmer, draußen frostfrei und wollen gleichmäßig mit Wasser versorgt werden. Nach der Blüte kann man sie gut auspflanzen in den Garten.

Wetterspruch:
Wenn es zu Kunigunde (3.3.) friert,
sie’s noch vierzig Nächte spürt.

Garten: Wetterkapriolen

Zaubernuss im SchneeHuch, ein Schnee!
Das bisschen Winter – kommt nur, damit Schneeglöckchen ihrem Namen gerecht werden und Zaubernüsse beim Blühen nicht heiß laufen.

Garten: Da geht schon was

Dolden_MilchsternWas jetzt grad auffällt:
Milchstern
Milchweiße Blüten in Sternform, der Name Milchstern (Ornithogalum) ist Programm. Die Zwiebelblumen eignen sich sehr gut für die Treiberei, ein bisserl Wärme und Wasser, schon schieben sich kräftige Blütenstiele in die Höhe. Nach dem heimischen, rahmfarben blühenden Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum), auch als Stern von Bethlehem bezeichnet, bietet der Handel den aus Südafrika stammenden Orangefarbenen Milchstern (Ornithogalum dubium) mit feuriger Blütenfarbe an. Und schneidet sich damit ins eigene Fleisch, denn angesichts der erstaunlich langen Blütezeit der Milchsterne besteht kein Bedarf an Nachschub, werden kaum frische Pflanzen verkauft – deshalb tragen Milchsterne auch die Namen „Gärtnerschreck“ und „Gärtnertod“ (und nicht daher, weil besonders in den Zwiebeln herzwirksame Giftstoffe enthalten sind).

Wetterspruch:
Der Simon (18.2.) zeigt mit seinem Tage,
der Frost ist nicht mehr lange Plage.

Garten: Blütenfreuden

Kamelie 1Was jetzt grad auffällt:
Kamelie
Eine Zimmerpflanze mit Schlüsselrolle in der Weltliteratur wie in der Oper, das gibt es nicht alle Tage. Das elegante Gewächs aus Ostasien ist von Alexandre Dumas in „Die Kameliendame“ wie in Guiseppe Verdis Oper „La Traviata“ verewigt. Nach Europa gelangten die Kamelien (Camellia) durch eine Verwechslung: Anfang des 18. Jahrhunderts wollten die Engländer Teepflanzen heimlich außer Landes bringen. Statt Tee schmuggelten sie aber Kamelien, enge Verwandte des Teestrauchs. Kamelien sind zur Teebereitung zwar ungeeignet, aber eben unvergleichlich schön – schon wurden sie beliebte Ziersträucher.

Wetterspruch:
Regen im Februar
bringt flüssig Dünger fürs Jahr.

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