Garten

Garten: Überflüssiges und Notwendiges

ScheinquittenWas ist jetzt wirklich im Garten zu tun? Stauden und Ziergräser zu schneiden, gehört nicht dazu. Aber so manches Pflänzchen möchte jetzt gepflanzt werden. Im Gartenrezept der Woche kommt der Apfel zu Ehren, in feinen Keksen, vielleicht zur Teestunde? Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Zierquitte
Ist es mehr Schein als Sein? Die Früchte erinnern vom Aussehen her an kleine Quitten, allerdings hängen sie nicht an einem Baum wie bei echten Quitten, sondern ungestielt an Strauchzweigen. Es sind Zier- oder Scheinquitten (Chaenomeles), sie kleinen Gehölze werden vor allem als schöne Frühlingsblüher geschätzt. Die Früchte lassen sich gut nutzen, man kann sie entsaften oder zu Gelee, Fruchtaufstrich oder Kompott kochen, am besten gemischt mit anderem Obst.

Bauernregel:
Im Oktober räum‘ den Garten,
denn willst du warten,
so kommt die Kälte
und nimmt dir die Hälfte.

Garten: Es wird kalt!

Spitzahorn Herbstfaerbung 3Noch ist nicht aller Gartentage Abend, vielleicht kommt noch eine warme Phase zum guten Schluss – aber erstmal wird es in der Nacht kalt. Da müssen empfindliche Gewächse schon ins Warme geholt werden. Nach getaner Arbeit kann man sich mit dem Gartenrezept der Woche stärken, einem Kartoffel-Apfelbrot. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Spitzahorn
Erster! Der Spitzahorn (Acer platanoides) scheint es allen Bäumen vorzumachen, wie man für einen bunten Herbst sorgt. Seine Blätter verfärben sich vor allen anderen, seine Herbstfärbung ist so intensiv und leuchtstark wie kaum eine andere. Und seine Blätter fallen als erste zu Boden, eine kalte Nacht genügt.

Garten: Der Herbst zieht ein

Dahlie 1Das Laub wird bunt, zusehends. Die Nächte sind schon kalt, zunehmend. Der Garten steht im Herbstschmuck, auch auf Balkonien darf es herbstlich bunt werden. Knallrot ist diese Woche das Gartenrezept, ein pikantes Chutney aus Hagebutten. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Dahlie
Ursprünglich stammen Dahlien aus Mittelamerika. Schon bald nach der Entdeckung Amerikas brachte man sie auch nach Europa. Hier versuchte man sie wegen ihrer fleischigen Knollen ähnlich wie Kartoffeln als Nahrungspflanzen anzubauen. Mit weniger als mäßigem Erfolg, denn die Knollen sind unbekömmlich. Erst als Alexander von Humboldt Dahliensaat nach Berlin schickte, begann der gärtnerische Höhenflug der Stauden, die nach dem schwedischen Botaniker Andreas Dahl (1751-1789) benannt sind und bis heute in keinem Bauerngarten fehlen dürfen.

Bauernregel:
Hilft der Oktober nicht mit Sonne,
hat der Gärtner keine Wonne.

Garten: Glück ist, wenn man trotzdem lacht

HerbstzeitloseAuf und ab geht’s mit dem Wetter, auf und ab auch mit Gärtners Freud‘. So glücklich manche Ernte, so verdrießlich ist’s mit Krankheiten. Aber lassen Sie sich die gute Laune bloß nicht verderben. Und bevor es zu sehr ans Herz geht, kommt der Herzensfreund, der Weißdorn noch ins Gartenrezept der Woche. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Herbstzeitlose
Als kehrte der Frühling im Herbst noch einmal mit Krokussen zurück, lassen die eleganten Blütenkelche der Herbstzeitlosen (Colchicum) vermuten. Aus zwiebelförmigen Knollen treiben ein bis drei dieser prachtvollen Gebilde in leuchtendem Rosa. Alte Volksnamen wie Giftkrokus oder Teufelswurz mahnen deutlich vor der Giftigkeit aller Pflanzenteile. Als „Nackte Jungfern“ tragen die Pflanzen jetzt keine Blätter, das Laub erscheint erst im Frühjahr und ähnelt Tulpen- oder Bärlauchblättern.

Bauernregel:
Im September viel Schleh –
im Winter viel Schnee.

Garten: So wird alles gut

SonnenbrautHab Sonne im Garten, ob’s stürmt oder schneit, ob der Himmel voll Wolken, die Erde ohne Kleid – pflanz sonnige Blumen und sorge fürs Grün (ganz frei nach dem Gedicht von Cäsar Fleischlen)! Und bring was Buntes auf den Tisch, einen knackigen Gartensalat. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Sonnenbraut
Sie strahlen, sie leuchten, sie bringen Sonne in den Garten: Die großen, üppig blühenden Büsche der Sonnenbraut (Helenium). Ihre Heimat liegt in den Prärien Nordamerikas, aber dank ihrer unzähligen Blütenständen, die an kleine Sonnen erinnern, längst Lieblinge der heimischen Insektenwelt geworden. Neben zitronen- bis dottergelben Sorten gibt es auch orange- bis braunrote, oft attraktiv zweifarbig blühende Formen.

Bauernregel:
Ist Matthäus (21.9.) hell und klar,
gute Zeiten bringt’s fürwahr.
Trifft Matthäus stürmisch ein,
wird‘s bis Ostern Winter sein.

Garten: Erntezeit!

HerbstanemoneDer Garten spendet reichlich, von Bäumen, vom Beet und aus der Erde. Auf zur Ernte. Und vielleicht gleich in die Küche, deshalb gibt es im Gartenrezept der Woche feines mit Roten Beten. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Herbstanemone
Elegant wie eine Geisha auf schwebt die Anemonenblüte auf hohen Stielen im Gartenbeet. Geishas sind Unterhaltungskünstlerinnen, auch darin stehen ihnen die Herbstanemonen (Anemone hupehensis) nicht nach. Im Fernen Osten werden die Pflanzen schon lange kultiviert, in Deutschland sind sie seit 1855 als Gartenpflanzen bekannt. Sie gelten als äußerst robust und doch sehr blühfreudig, nicht selten versamen sie sich sogar reich.

Bauernregel:
Ein guter Septemberregen
kommt nie ungelegen.

Garten: Das schöne Wetter nutzen

ChiliMorgens und abends zeigt sich deutlich der Herbst, tagsüber ist es dagegen sommerlich. Das heißt im Garten, es gibt viel zu tun. Packen wir’s an! Das Gartenrezept kommt diesmal köstlich fruchtig daher, es geht um Kornelkirschen. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Chili
Chili, Peperoni oder Peperoncini, das ist das Schärfste, was der Garten oder Balkon zu bieten hat! Die bunten Schoten gibt es in unzähligen Sorten in unterschiedlichen Schärfegraden, von mild bis höllisch. Wer es gerne scharf mag, sollte die Pflanzen zur Reife hin eher trockener halten, bei zu reichlichem Gießen „verwässert“ auch das Aroma.

Bauernregel:
An Mariä Namen (12.9.) sagt der Sommer Amen.

Zum Platzen prall

Tomaten schmecken aus eigenem Anbau am besten, unbestritten. Wo sonst bekommt man so wundervoll sonnengereifte fruchtig-süß-säuerliche Früchte? Viele Sorten haben eine dünne Schale, gehören eben nicht zu den Longlife-Industrie-Tomaten mit extra dicker Haut und wenig bis gar keinem Geschmack. Deshalb platzen eigene Tomaten auch schon...

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Garten: Spätsommeraufgaben

PalmkohlDie heißen Tage sind vorbei, eine Erholung nach all dem Hitze- und Trockenstress. Jetzt geht es ans Vorbereiten der ruhigeren Jahreszeit. Im Gartenrezept der Woche: Die ausgestochenen Löwenzahnwurzeln werden zu Kaffee oder Likör. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Palmkohl
Eigentlich ein Gemüse, wird der Palmkohl (Brassica oleracea var. palmifolia) gerne als stattliche Zierpflanze gezogen. Immerhin kann eine Pflanze mehr als hüfthoch und doppelt armlang ausladend werden. Noch sind die Blätter zart und geschmackvoll, werden aber umso faserreicher und herber, je länger sie stehen. Als Schwarzkohl, Italienischer oder Toskanischer Kohl wird der Palmkohl in der mediterranen Küche gerne verwendet, man erntet jeweils die äußeren Blätter, und muss nicht wie bei Grünkohl auf den ersten Frost warten.

Bauernregel:
September schön in den ersten Tagen,
will den ganzen Herbst ansagen.

Hübscher Gast

Schachbrettfalter KnautiaWas man nicht so alles entdeckt, wenn man in seinem Garten auch Wildwuchs zulässt. Ein Schachbrettfalter kommt da geflogen und besucht die Witwenblumen-Tankstelle.

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