Garten

Alice, wir kommen!

Hollfeld Juni 2013 (44)„Als ich noch Märchen gelesen habe, dachte ich solche Dinge könnten niemals passieren, und hier bin ich nun und lebe mein eigenes.“ So ein Zitat von Lewis Carroll aus seiner berühmten Geschichte Alice im Wunderland. So wird es mir wieder einmal ergehen, wenn ich wie schon die Jahre zuvor auf den Rosen-, Kunst- und Gartentagen vom 14.- bis 15. Juni 2014 in Hollfeld, Landkreis Bayreuth, sein darf. Bei der zehnten Ausgabe – JUBILÄUM! – dieser kleinen aber umso mehr feinen Gartentage führt die Hollfelder Rosenkönigin Alice und ihre Freunde durch ein fantastisches Wochenende auf dem Marienplatz. Das weiße Kaninchen wird ebenfalls durch Hollfeld hoppeln, der verrückte Hutmacher ist auch dabei.

Garten: Frühsommerkosmetik

Holunderblueten 2Pflanze der Woche:
Schwarzer Holunder
Wenn sich die großen Schirme aus weißen Sternchenblüten öffnen, zieht ein süßer Duft durch den Garten. Der Holler blüht, der Sommer beginnt. Holunderblüten sind nicht nur bei Insekten begehrt, sondern auch bei Gärtnern und anderen Liebhabern. Aus ihnen entstehen Köstlichkeiten wie Hollerkücherl, Holundersekt oder Hugo. Wer im Herbst noch Früchte pflücken will, muss sich bei der Blütenernte bescheiden! Besonders reichen Ertrag versprechen extra Fruchtsorten vom Holunder wie Haschberg oder Sampo, in Baumschulen erhältlich.

Bauernregel:
Wenn´s im Juni viel regnet,
ist der Graswuchs gesegnet.

Gesundheit!

[caption id="attachment_7752" align="alignleft" width="448"] Gundl und Viola besprechen mit mir die nächsten Handgriffe, der Mann vom Ton hört schon mal zu[/caption] Filmaufnahmen in meinem Garten - im Fokus der Kamera: Blüten! Essbare Blüten. Eine höchst blumige, duftende, würzige, aromensprühende Angelegenheit. Es wurde gezupft, gepflückt, geschnitten, gekocht,...

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Garten: Den alten Regeln darf man ruhig folgen

Mohn historische SortePflanze der Woche:
Mohn
Rot, rosarot, orangerot leuchtet es allerorten – im Garten und auch schon auf den Feldern. Der Türkenmohn (Papaver orientale) trägt die größten Blüten, bereits die Knospen sind fast so groß wie Hühnereier. Klatschmohn (Papaver rhoeas) blüht gewöhnlich feuerrot, Gartenformen gibt es auch gefüllt und mehrfarbig. Sage und schreibe zweieinhalb Millionen Pollenkörner produziert jede Blüte – in jeder der bald reifenden Fruchtkapseln entwickeln sich bis zu 5000 schwarze Samenkörnchen.

Bauernregel:
April warm, Mai kühl, Juni nass,
füllt dem Bauern Scheuer und Fass.

Invasion!

BlattlaeuseEin derartiger Anblick bringt nicht wenige Gärtner an den Rand des Wahnsinns. Läuse, Läuse, Läuse. Welch ein Drama, die schönen Rosen. Zornesröte färbt das Gesicht.

Garten: So bleibt alles gut

Pflanze der Woche: Schneeglöckchenstrauch In Erinnerung an den ausgefallenen Winter von heuer oder noch drohenden Frösten durch die Eisheiligen trotzend, der Schneeglöckchenstrauch (Halesia carolina) zeigt sich jetzt im späten Frühjahr von seiner schönsten Seite. An seinen weit ausladenden Zweigen reihen sich weiße Blütenglöckchen wie an einer Perlenschnur....

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Behandschuht oder mit bloßen Händen?

Gerade ist viel Kontakt mit Erde angesagt, junge Pflanzen müssen in die Balkonkästen, Gemüse ins Beet, Stauden in die Rabatte. In der Erde zu wühlen, ist ein besonderes Gefühl. Erdung! Aber leider leiden darunter auch die Hände, die Haut wird rau und trocken, die Fingernägel...

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Garten: Licht und Luft

Lichtnelke 1Sensibelchen dürfen jetzt raus. Empfindliche Pflanzen wie viele Balkonblumen, Tomaten, Kürbisse und Bohnen dürfen Sie jetzt ins Freie entlassen. Verfolgen Sie aber aufmerksam den Wetterbericht. Kommt (noch) ein Wettereinbruch müssen Sie handeln! Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Rote Lichtnelke
Eine Wildblume mit viel Eleganz, die Rote Lichtnelke (Silene dioica), für naturnahe Gärten bestens geeignet. An sonnigen bis halbschattigen Stellen auf nicht zu trockenem Boden, z.B. am Rasenrand, vor der Hecke oder auf dem Rabattenstreifen, sorgt die heimische Pflanze für viel Farbe und Schwung. Nicht nur bei Schmetterlingen ist sie ungemein beliebt!

Bauernregel:
März trocken, April nass,
Mai lustig von beiden was,
bringt Korn in’n Sack
und Wein ins Fass.

Es kräht im Lilienbeet

LilienhaehnchenAn Lilien, Maiglöckchen, Kaiserkronen oder Küchenzwiebeln entdeckt man – hoffentlich nicht, denkt jeder Gärtner – solch knallrot gefärbte Käfer: Lilienhähnchen. Ihren Namen haben sie, weil sie erstens an Lilien vorkommen, zweitens wie ein Gockel krähen können.

Garten: Was bringt der Mai

AkeleiPflanze der Woche:
Akelei
Ihre außergewöhnliche Blütenform hat der Akelei so manchen Volksnamen eingetragen: Taubenblume oder „Fünf Vögerl zusamm“ heißt man sie, mancherorts auch Elfenhandschuh oder Kapuzinerkäpple. Nach altem Glauben sollte die zarte Pflanze, kundig in einem Zaubertrank gebraut, dem männlichen Geschlecht zu voller Liebeskraft verhelfen. Gegen Unfruchtbarkeit legte man sie ins Bettstroh. Hat aber wohl nicht geholfen, sonst täte man es heute noch. Zudem enthalten Akeleien Giftstoffe, von jeglichem Verzehr ist dringend abzuraten.

Bauernregel:
Mairegen bringt Segen, da wächst jedes Kind,
da wachsen die Blätter, die Blumen geschwind.

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