Garten

Garten: Frisch, erfrischend

TazettenFrisch entdeckt:
Tazetten-Narzissen
Eine Duftwolke aus Vanille, Gewürznelke und Zimt breitet sich im Zimmer aus, sobald sich die anmutigen Blütensträußchen der Narzissenart öffnen. Von den Strauß-, Trauben- oder Bukettnarzissen (Narcissus tazetta), die im Mittelmeerraum und Voderasien heimisch sind, werden einige besondere Sorten wie `Paperwhite´ oder `Ziva´ für die Treiberei genutzt. Die kleinen Zwiebeln lassen sich wie Hyazinthen zur Blüte bringen. Ihre sternförmigen Blumen entwickeln sich an langen Stielen, die gestützt werden müssen. In einem kühlen Raum hält die Blütenfreude zwei, drei Wochen an.

Wetterregel:
Abendrot – Gutwetterbot.

Garten: Vorweihnachtliches

ChristbaeumePflanze der Woche:
Fichten und Tannen
Bald ist Weihnachten, da kommen Nadelbäume ganz groß raus. Sie werden festlich geschmückt als Weihnachtsbaum. Aus alter Tradition holt man sich dazu eine Fichte ins Zimmer. Weil Fichten jedoch ein paar Nachteile haben, stehlen ihnen heutzutage die Tannen die Show. Die Fichte sticht, die Tanne nicht – so heißt eine alte Regel, noch dazu lässt die Fichte ihre runden und zugespitzen Nadelblätter ziemlich rasch fallen. Also greift man lieber zu Tannen, allen voran zur Nordmanntanne. Bei ihr sind die Nadeln flach, weich und biegsam und bleiben lange haften. Auch in der Wärme der geheizten Stube. Wo aber ein kühler Platz zur Verfügung steht, bleibt auch eine klassische Fichte lange Zeit grün – und ihr unschlagbarer Vorteil: Sie duftet!.

Bauernregel:
St. Lucia (13.12.) kürzt den Tag,
soviel sie ihn nur kürzen mag.

Garten: Ende gut, alles gut

Purpurfetthenne im SpaetsommerPflanze der Woche:
Purpur-Fetthenne
Mit prachtvollen Blütenschirmen fast unverzichtbar für die spätherbstliche Gartenzier: Die Große Fetthenne, aus Großses Fettblatt oder Purpur-Fetthenne genannt (Hylotelephium telephium, vielfach noch als Sedum telephium geführt) sorgt bis ins Frühjahr hinein für leuchtende Farbakzente im sonst schon eher braungrauen Staudenbeet. Sorten wie `Herbstfreude´ (rote Blüten über graugrünem Laub), `Karfunkelstein´ (rosa Blüten, bordeauxfarbene Stiele, im Sommer grünes, ab Herbst dunkelrotes Laub) oder `Matrona´ (hellrosa Blüten über braunrotem Laub) sind dankbare und genügsame Blütenstauden, die sich an sonnigen Stellen wohlfühlen. Keinesfalls im Spätherbst zurückschneiden, damit einem die reizvollen Blüten im Reif oder mit Schneehäubchen nicht entgehen.

Bauernregel:
Mariä Opferung (21.11.) klar und hell,
naht ein strenger Winter schnell.

Garten: Reinholen

Silberkoerbchen klPflanze der Woche:
Silberkörbchen
Wenig schmeichelhaft wird dieser Zwergstrauch wegen seines bizarren Wuchses und der auffälligen Färbung auch Stacheldraht oder Geisterpflanze genannt. Silberkopf, Silbergirlande oder Gitterkraut klingen da schon hübscher. In den Gärtnereien findet man den Korbblütler aus Australien oft nur unter seiner botanischen Bezeichnung Calocephalus. Seine verdrehten Triebe mit kleinen silberweißen Blättern bilden Büsche, die wirklich an kleine Drahtkugeln erinnern. Gewöhnlich wird das Silberköpfchen nur einjährig gezogen, oft trocknet es bald ein oder friert ab, bleibt aber lange Zeit dekorativ. Es bildet einen schönen Kontrast in herbstlich-winterlichen Arrangements, kann aber auch in Kränze und Gestecke gebunden werden.

Bauernregel:
St. Elisabeth (19.11.) sagt es an,
was der Winter für ein Mann.

Garten: Los jetzt noch

Pampasgras klPflanze der Woche:

Pampasgras
Silberweiß recken sich die Blütenwedel vom Pampasgras (Cortaderia selloana) in die Höhe. Ursprünglich heimisch in der Pampa, der Grassteppe Südamerikas, gehört das Ziergras zu den auffälligsten Gartengestalten vom Spätherbst bis tief in den Winter. Ein sonniger und warmer Standort mit gut durchlässigem, fruchtbarem Boden ist nötig, damit sich das Pampasgras wohlfühlt. Es leidet schnell unter Winternässe, deshalb ist Schutz unerlässlich. Werden die Blätter locker wie zu einem Tipi zusammengebunden, der Horst mit trockenem Laub angeschüttet und mit Reisigzweigen umsteckt, kann Nässe außen ablaufen, das Herz der Pflanze bleibt geschützt.

Bauernregel:
„Wie’s Wetter an Leonardi (6.11.) ist,
bleibt’s bis Weihnachten gewiss.“

Garten: Auf- und abräumen

LampionblumePflanze der Woche:
Lampionblume
Tomate, Kartoffel und Kapstachelbeere sind mit der schmucken Lampionblume (Physalis alkekengi) nahe verwandt, allesamt Nachtschattengewächse. Erst spät im Herbst fallen die anspruchslosen, zum Wuchern neigenden Pflanzen durch ihre Früchte ins Auge: Eingehüllt in leuchtend orangerote, laternenartige Hüllen reifen Beeren in Kirschgröße. Sie halten sehr lange, lassen sich gut trocknen. Über die Genießbarkeit herrscht Uneinigkeit. Während die einen sagen, dass die Beerenfrüchte im Lampion leichte Giftstoffe enthalten, die Magen und Darm reizen, berichten andere über Wohlgeschmack und gute Verträglichkeit. Paracelsus empfahl die Früchte zur Durchspülung der Nieren und Blasenstärkung, vor allem bei Gicht und Rheuma.

Bauernregel:
Wenn‘s zu Allerheiligen schneit, dann lege deinen Pelz bereit.
Regnet‘s aber an diesem Tag, viel Schnee im Winter kommen mag.

Garten: Letzte Blütenfreuden

Chrysanthemen 1Pflanze der Woche:
Chrysanthemen
Blütenwonne, mit und ohne Sonne! Chrysanthemen oder Winterastern werden schon seit über 3000 Jahren in Ostasien kultiviert und gelten dort als kaiserliche Blumen. Zusammen mit Bambus, Pflaume und Orchidee zählt die Chrysantheme in China zu den „vier Edlen“ und steht als Symbol für Mut, ein langes Leben und ewige Liebe. Bei uns ist sie als späte Blütenzier hochwillkommen. Chrysanthemen werden in den Gärtnereien von April bis August über Nacht verdunkelt. Denn als Kurztagpflanzen bilden sie erst Blüten, wenn die Tage kürzer als 14 Stunden sind. Man gaukelt ihnen also kurze Tage vor, damit sie schon blühen, wenn die langen Nächte erst anbrechen.

Bauernregel:
Warmer Oktober bringt fürwahr
uns sehr kalten Februar.

Garten: Noch ist Zeit

LiebesperlenstrauchPflanze der Woche:
Liebesperlenstrauch
Nicht die unscheinbaren Blüten, nicht das mattgrüne Blattwerk, nicht der strauchige Wuchs, sondern die Früchte sind die wahre Attraktion dieses besonderen Gehölzes. Wie der Name Liebesperlenstrauch (Callicarpa giraldii) oder Schönfrucht verheißt, erinnern die außergewöhnlich gefärbten Beeren an kleine süße Zuckerkugeln. Genießbar sind die purpurvioletten „Perlen“ nicht, aber sie bleiben bis weit in den Winter an den Zweigen. Der nur 2-3 m hohe, aus China stammende Strauch ist sehr pflegeleicht, mag es gerne halbschattig auf eher saurem Boden, ist dankbar für einen Winterschutz, treibt aber selbst nach dem Zurückfrieren schnell wieder durch und verträgt radikalen Rückschnitt. Wer zwei oder mehr Sträucher nahe zusammen pflanzt, kann sich über einen besonders üppigen Fruchtansatz freuen.

Bauernregel:
Wenn Hedwig (16.10.) kommt, schneid‘ ab den Kohl,
er schmeckt im Winter trefflich wohl.

Garten: Beste Zeit

Herbstaster rosaPflanze der Woche:
Herbstastern
Niedrige Kissenastern (Aster dumosus), hohe Raublatt- (Aster novae-angliae) und Glattblattastern (Aster novi-belgii) sind aus unseren Gärten nicht mehr wegzudenken. Ihre farbintensiven Blüten in Weiß, Rosa, Rot, Blau und Violett wetteifern mit dem bunten Herbstlaub. Alle diese Astern stammen aus Nordamerika, werden seit dem 18. Jahrhundert in Mitteleuropa kultiviert und sind teilweise sogar ausgewildert. An einer sonnigen Stelle auf gutem Gartenboden blühen die Stauden bis tief in den Herbst hinein.

Bauernregel:
Im Oktober viel Nebel auf der Höh‘,
bringen im Dezember oft viel Schnee.

Garten: Goldene Zeiten

QuittePflanze der Woche:
Quitten 
Golden wie sprichwörtlich der Oktober leuchten sie jetzt von den Zweigen, die Quitten (Cydonia oblonga). Warten sollten Sie nicht zu lange mit der Ernte, sonst werden die Früchte leicht braun. Sobald sie sich intensiv färben und der dicke Flaum verschwindet, pflückt man die Früchte vorsichtig. Wer Quitten nicht sofort verarbeitet, kann sie im kühlen Keller lagern, bei 5 °C halten sie sich maximal zwei Monate. Damit sich der kräftige Duft nicht auf andere Früchte überträgt, dürfen Quitten nicht in der Nähe von anderem Obst liegen.

Bauernregel:
Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein.
Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will.

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