Garten

Garten: Auf geht’s, Frühling!

CinerarieFrisch entdeckt:
Cinerarie
Greifen Sie trotzdem zu, auch wenn die Blühpflanze den eher verdächtigen Namen „Läuseblume“ trägt. Blattläuse mögen die Zierpflanze zwar wirklich gerne, werden aber nur zum Problem, wenn sie zu warm steht oder es ihr nicht gut geht. Um diese frühe Jahreszeit sind Cinerarien (Pericallis-Hybriden) einfach nur schön! Die margeritenartigen Blumen von weiß über pink bis königsblau, oft auch zweifarbig erscheinen zuverlässig, wenn Sie die einjährigen Pflanzen luftig und hell, aber nicht sonnig stellen und immer für ausreichend Feuchtigkeit sorgen.

Wetterregel:
Quakt der Frosch schon im April,
ist vorbei des Winters Spiel.

Garten: Vom Wetter nicht verdrießen lassen

KuechenschelleFrisch entdeckt:
Küchenschelle
Osterschellen oder Osterblumen nennt man sie gemäß ihrer Blütezeit ums Osterfest herum auch, die wunderbar zarten Blumen in weichen Pelzen. Küchenschellen (Pulsatilla) gehören zu den schönsten Frühlingsblumen, gedeihen auf sonnigen und mageren Wiesen, im Garten am besten im Steingarten.

Wetterregel:
Regen im April, jeder Gärtner will.

Garten: Projektarbeiten

Zwiebel_IrisFrisch entdeckt:
Zwiebel-Iris
Leuchtend blaue Farbtupfer im Garten, neben all den gelben Krokussen und weißen Schneeglöckchen – das zieht den Blick magisch an: Zwiebel- oder Zwerg-Iris (Iris reticulata) gehören zu den ganz frühen Kostbarkeiten im Vorfrühlingsgarten. Frostige Nächte machen den eleganten Blütenschönheiten nichts aus, in der warmen Märzensonne strahlen sie tagsüber umso kräftiger.

Wetterregel:
Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen.

Garten: Frühling!

Sibirischer BlausternFrisch entdeckt:
Blaustern
Sobald der erste Frühlingshauch durch den Garten zieht, blitzt es auch blau auf: Der Sibirische Blaustern (Scilla siberica) zeigt seine fast azurblauen Glöckchen. Das Zwiebelgewächs wird auch Nickende Sternhyazinthe genannt. Beim Zweiblättrigen Blaustern (Scilla bifolia) bleibt das Blau der Blütensterne heller, diese Art ist in den Auwäldern entlang der Donau noch ab und an zu bewundern, ist nach Artenschutzverordnung besonders geschützt, darf also keinesfalls gepflückt werden. Für den Garten eignet sich ohnehin der robustere und kälteverträglichere Sibirische Blaustern besser.

Wetterregel:
Wenn’s einmal um Josephi (19.3.) is’,
so endet der Winter g’wiß.

Samen vorquellen

Garkiste Samen detailEs geht los! Endlich ist das Jahr so weit fortgeschritten, sind die Tage wieder so lang, dass man sich mit Aussaat befassen kann. Also ab mit den Samen in die Erde, warm stellen, feucht halten und sich schon mal freuen, dass die Saat aufgeht! Die Samen müssen dafür erst mal quellen, also Wasser aufnehmen.

Garten: Durchstarten!

Winterlinge kFrisch entdeckt:
Winterlinge
Sollten sie nicht besser „Frühlinge“ heißen, die kleinen gelben Knollengewächse, weil sie immer zu Frühlingsbeginn blühen? Ursprünglich heimisch von Süd- über Südosteuropa bis Kleinasien blühten die Winterlinge (Eranthis) schon 1588 in Nürnberg, im Garten des Botanikers und Naturforschers Joachim Camerarius. Er hatte diese Pflanze von einer Italienreise mitgebracht. Wo es den Winterlingen behagt, vermehren sie sich üppig und bilden bald leuchtend gelbe Frühlingsmatten.

Wetterregel:
Gregor (12.3.) zeigt dem Bauern an,
dass im Feld er säen kann.

Garten: Machen Sie mal

BayernprimelFrisch entdeckt:
Bayernprimel
Kissenprimeln (Primula acaulis) gibt es einer breiten Farbpalette von Weiß über Gelb und Rot bis Blau. Noch nicht lange im Sortiment sind Sorten mit gestreiften Blüten. `Zebra Blue´ ist eine davon, mit attraktiv weiß-blau gemusterten Blütenblättern, eben typisch bayrisch. Sogleich avancierte sie als „Bayernprimel“ zum Liebling der (nicht nur) bayerischen Gärtner.

Wetterregel:
Säst du im März zu früh – ist es leicht vergebene Müh’.

Garten: Drinnen oder draußen

PolsterglockenblumeAchterbahnfahrt beim Wetter, mal wintereisig, dann wieder frühlingsmild. Rein und raus auch beim Gärtner, mal ist im Zimmer was zu tun, mal geht’s nach draußen. Die Freiluftsaison rückt näher, die Schneeglöckchen künden schon davon. Schließlich beginnt am 1. März der Frühling, jedenfalls für Meteorologen.

Frisch entdeckt:
Frühlingslaune in frühlingsblau: Mini-Glockenblumen sind charmante Vorboten von dem, was bald kommen soll, nämlich blumige Zeiten unter blauem Himmel. Früh im Jahr wird meistens die winterharte Polsterglockenblume (Campanula portenschlagiana) angeboten. Hell und nicht zu warm bei 15-18 °C aufgestellt behält sie ihre Blüten über lange Zeit, ab Ende März, je nach Witterung, kann sie ins Freie, z.B. in einen Steingarten oder eine Rabatte, umgesiedelt werden. Mehr Wärme braucht die Sternglockenblume (Campanula isophylla), auch als Zimmer- oder Topfglockenblume gehandelt. Das kleine mediterrane Gewächs blüht überreich, oft mit stark gefüllten, an kleine Rosen erinnernden Blüten. Sie darf nicht in die pralle Sonne und mag es um 20 °C warm. Erst nach Mitte Mai kann auch sie ins Freie, am besten in einen Balkonkasten oder eine Ampel.

Wetterregel:
Wer sich nach dem Frühling sehnt,
darf nicht auf den Nussbaum sehen.
Hugo von Hofmannsthal (1874-1929)

Garten: Fastenzeit – aber nicht für Gärtner

Mittelmeer_SchneeballBloß nicht zurück oder gar Abstinenz halten, ab jetzt geht’s im Garten richtig los, vorzugsweise mit jungem Gemüse…

Frisch entdeckt:
Mittelmeer-Schneeball
Wie das duftet! Wer einen Mittelmeer- oder Lorbeer-Schneeball (Viburnum tinus) zuhause hat, darf derzeit in Duftwolken schwelgen, die dessen porzellanartige, weiß-rosa Blüten verbreiten. Das immergrüne Gehölz ist eine robuste Kübelpflanze, die langsam wächst und wenig Pflege braucht. Neben herrlichen Blüten und schmuckem Laub zieren im Herbst metallisch blau glänzende Früchte den Strauch. Ähnlich wie Oleander muss der Mittelmeer-Schneeball erst spät eingeräumt werden, braucht einen hellen und sehr kühlen Überwinterungsplatz, um dann schon ab Februar/März wieder ins Freie zu kommen.

Wetterregel:
Hüpfen im Februar Eichhörnchen und Finken,
siehst du schon den Frühling winken.

Garten: Liebevoll närrisch

ZaubernussFrisch entdeckt:
„Nacktblüher“
Die können den Frühling gar nicht erwarten, sie blühen an entblößten Zweigen schon lange vor dem Blattaustrieb: Zaubernuss (Hamamelis), Winterjasmin (Jasminum nudiflorum), Winterblüte (Chimonanthus), Scheinhasel (Corylopsis), Winterschneeball (Viburnum), Winterheckenkirsche (Lonicera). Dank eigens gebildeter Frostschutzmittel in ihren Zellen machen ihnen frostige Tage und eiskalte Nächte gar nichts aus, sie warten geduldig auf wärmere Phasen. Um dann die Attraktion zu sein, nicht nur für uns Menschen, sondern vor allem für Insekten.

Wetterregel:
Im Februar Schnee und Eis,
macht den Sommer heiß.

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