Garten

Garten: Kräuter, Kräuter, Kräuter

KornblumenasterFrisch entdeckt:
Kornblumenaster
Ein Schätzchen für besondere Plätzchen: die Kornblumenaster (Stokesia laevis). Der Name bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blütenkörbe mit denen von Kornblumen, allerdings werden Blütenköpfe bei dieser Staude fast handtellergroß und leuchten eher flieder- bis wasserblau, auch rosa oder weiß. Erst ab August kommt die Staude richtig in Schwung, blüht dann aber bis zum Frost. An sonnigen bis halbschattigen Standorten mit gut durchlässigem Boden erweist sich die Kornblumenaster als ausgesprochen blühfreudig, bleibt an windgeschützten Stellen mit leichter Reisigabdeckung oft sogar den Winter über grün.

Wetterregel:
Scheint die Sonne hell und zart an Mariä Himmelfahrt (15.8.),
wird es schönen Herbst bedeuten.

Garten: Es geht heiß her

SchleierkrautFrisch entdeckt:
Schleierkraut
Duftige Wolken legt das Hohe Schleierkraut oder Rispige Gipskraut (Gypsophila paniculata) zwischen Blumen im Beet und sorgt so für Leichtigkeit und Transparenz. Besonders schön wirkt Schleierkraut auch als Partner für Rosen und Ziergräser. Mit einer kräftigen Pfahlwurzel holt sich die anspruchslose Staude ihr Wasser auch aus größerer Tiefe, deshalb kommt sie auf trockenen, sandigen Böden sehr gut zurecht. Kalkhaltig und sehr gut durchlässig muss der Untergrund jedoch sein, damit sich das Schleierkraut viele Jahre hält. Winterliche Nässe lässt die Wurzeln schnell faulen.

Wetterregel:
Immer eitel Sonnenschein
kann auch im August nicht sein.

Garten: letzte Hochsommeraktionen

Sonnenhut 2Frisch entdeckt:
Sonnenhut
Extrakte aus den Wurzeln, die das Immunsystem stärken, sind viel bekannter als die Pflanzen, aus denen diese Medikamente gewonnen werden. Im botanischen Namen Echinacea klingt es an. Zu deutsch heißen die stattlichen Blütenstauden aus den nordamerikanischen Steppen Sonnenhüte, Scheinsonnenhüte oder Igelköpfe. Heiße Sommer und lang anhaltende Trockenzeiten stecken sie problemlos weg, was sie diesen Sommer besonders beweisen konnten. Während viele Gartenblumen schnell schlapp machten, stehen die Sonnenhüte 1a da.

Wetterregel:
Ist’s in der ersten Augustwoche heiß,
so bleibt der Winter lange weiß.

Garten: Des Sommers schöne Seiten

ElfenbeindistelFrisch entdeckt: Elfenbeindistel
Spektakulär, silbern, wehrhaft präsentiert sich die Elfenbeindistel (Eryngium giganteum), auch Riesen-Mannstreu genannt. Hochsommer, Hitze, heißer Boden – macht ihr alles nichts aus. Sie versamt sich gut, ohne lästig zu werden, setzt spannende Kontraste zwischen Blühstauden und Ziergräser. Ihr englischer Name lautet Miss Willmotts Ghost, scheinbar wie von Geisterhand tauchte sie nämlich in all jenen Gärten auf, wo die 1858 geborene Garden-Lady unbemerkt Samen verstreute. Zudem leuchtet ihre silbrig-weiße Erscheinung bis tief in die Nacht hinein, als wäre Miss Willmott persönlich anwesend.

Wetterregel:
Wie die Hundstage eingehen (23.7.),
so gehen sie aus (24.8.).

Garten: So a Hitz!

ZitronenverbeneFrisch entdeckt:
Zitronenverbene
Es duftet! Intensiv nach Zitrone! Sie brauchen nur kurz über die Blätter der Zitronenverbene (Aloysia citriodora) streichen, schon steigt ein erfrischendes Aroma auf. Was während hitziger Tage besonders erfrischend wirkt, aber ebenso kühlt ein Eistee aus den Blättern. Der kleine Strauch, ursprünglich in Südamerika heimisch, hat in seinen schmalen Blättern sehr viele ätherische Öle und verfügt über das kräftigste Zitronenaroma aller Gewürzkräuter. Ein kühles Fußbad mit einem Sud aus den Blättern der Zitronenverbene, auch Zitronenstrauch oder Verveine genannt, an besonders heißen Sommerabenden vor dem Zubettgehen genossen, sorgt für Entspannung und fördert das Einschlafen.

Wetterregel:
Wenn abends tanzt die Nebelfrau
und morgens liegt auf Gräsern Tau,
wird heiß die Sonn am Tage sein,
werden Bohnen und Gurken üppig gedeih‘n.

Garten: Tanken, füllen, ernten

Schokoladen_KosmeeFrisch entdeckt:
Schokoladen-Kosmee
Wenn es im Garten nach Zartbitterschokolade duftet, steht nicht unbedingt ein Schokokuchen auf der Kaffeetafel. Der würde auch ganz schnell schmelzen, bei der derzeitigen Wetterlage. Die Quelle für den verlockenden Duft aber schmilzt selbst in heißen Tagen nicht dahin, im Gegenteil. Die Schwarze oder Schokoladen-Kosmee (Cosmos atrosanguineus) duftet umso stärker, je wärmer es ist. Bei kühlem Wetter dagegen darf man sich mehr am Anblick ihrer samtig dunkelroten Blüten freuen. Der Korbblütler aus Mexiko mag es sonnig und warm, wird wegen der frostempfindlichen Knolle wie eine Dahlie kultiviert.

Wetterregel:
Wie`s Wetter am Siebenbrüdertag (10.7.),
es sieben Wochen bleiben mag.

Garten: Hilfe, Hitze!

Marienblatt 2Frisch entdeckt:
Marienblatt
Wenn der Sommer richtig auf Hochtouren läuft und es heiß ist, kommen erfrischende Düfte gerade recht. Zitronig, minzig und leicht kampferartig ist das Aroma des Marienblatts (Chrysanthemum balsamita, Tanacetum balsamita oder Balsamita major), auch Balsamkraut, Frauenminze, Bibelblatt oder Gebetbuchpflanze genannt, auf gut bayerisch „Schmeckblattl“. Der Duft, der den elliptischen, an Salbei erinnernden Blättern entweicht, rüttelt kräftig auf, deshalb legte man früher ein Blatt ins Gebetbuch – um während der langen Predigt wach zu bleiben. Ursprünglich im Kaukasus heimisch, in Südeuropa eingebürgert kam das Marienblatt schon bald in die Bauerngärten. Vor allem das Blattwerk macht die Zierde aus, von denen man reichlich ernten darf. Frisch eignen sie sich als Würze für Eistee oder für ein Bad, getrocknet halten sie Motten aus der Wäsche fern und dienen als Tee aufgegossen zur Linderung von Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden.

Wetterregel:
Mariä Heimsuch‘ (2.7.) wird’s bestellt,
wie’s Wetter sich 40 Tage hält.

Garten: Auf dem Höhepunkt

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Frisch entdeckt:
Sommer-Jasmin
In Blütenwogen und Duftwolken schwelgen lässt sich jetzt vor allem in den Abendstunden beim Sommer- oder Bauern-Jasmin (Philadelphus coronarius). Der beliebte Zierstrauch stammt aus Südeuropa und dem Orient, orientalisch schwer erinnert sein Blütenaroma an Flieder, Veilchen, Narzissen und eben den Echten Jasmin (Jasminum officinale), der seinen Duft für Parfüm, Jasmintee und Maraschinokirschen liefert. Vom Sommer-Jasmin werden die Blüten nur von Bienen und Hummeln genutzt, früher dienten gerade Zweige, vom Mark befreit, als Pfeifenröhren, daher auch der Name Pfeifenstrauch.

Wetterregel:
Das Wetter am Siebenschläfertag (27.6.)
sieben Wochen bleiben mag.

Garten: Johanni, Johanni

LindenbluetenFrisch entdeckt:
Lindenblüte
Was für ein Duft, der einen unter einer blühenden Linde umfängt! Lindenblüten riechen fein und doch intensiv nach Honig, was nicht nur uns Menschen bezaubert, sondern auch unzählige Insekten herbei lockt. Wenn sich die goldgelben Blütenkrönchen unter den hellgrünen Flügelblättern zwischen lindgrünen Blättern öffnen, ist der Hochsommer angebrochen. Mit dem Hochsommer geht die Zeit des Wachsens und Blühens über in die Zeit der Reife und Fruchtentwicklung.

Wetterregel:
Wenn an Johanni die Linde blüht,
ist an Jakobi (25. Juli) das Korn reif.

Garten: Blumenmeer

Zaubergloeckchen und ElfenspiegelFrisch entdeckt:
Zauberglöckchen
Charmant, blütenreich, bunt – das sind die Markenzeichen der Balkonblumen, die seit den 1990er Jahren die Herzen im Sturm erobert haben. Weil sie den großblumigen Petunien so ähnlich sehen, nennt man sie Mini-Petunien. Ihre ausgesprochene Blühfreudigkeit hat ihnen den Namen Million Bells eingebracht. Calibrachoa-Hybriden, so ihre botanische Bezeichnung, mögen es sonnig, sind wind- und regenfest, braucht man nicht ausputzen, werden einjährig kultiviert. Die Nachtschattengewächse, deren Vorfahren aus Amerika stammen, blühen unermüdlich bis zum Herbst, sofern man sie mit kalkfreiem Wasser gießt und regelmäßig düngt.

Wetterregel:
Der Abend rot, der Morgen grau,
bringt das schönste Tagesblau.

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