„Beeren“ für Vögel

Sorbus aucupariaVogelbeeren! Obwohl die Früchte von Sorbus aucuparia, der Eberesche, genau genommen keine Beeren sind, sondern Apfelfrüchte bzw. Sammelbalgfrüchte (schaut mal ganz genau hin – die kleinen Dinger sehen wirklich wie winzige Äpfelchen aus), werden sie ganz allgemein als Beeren bezeichnet. Vogel als Namensbestandteil trifft es klar: alte Volksnamen wie Spatzenkirsche, Drosselbeere, Krammetsvogelbaum oder Amselsang sprechen für sich.
Früher wurden die auf Vögel unwiderstehlich wirkenden Fruchtstände zum Vogelfang genutzt. Die langen Zweige des Baums bestrich man mit Leim oder bestückte sie mit Schlingen, um damit das „Federvieh“ zu fangen und mit ihm die karge Nahrung zu ergänzen.
Heute sammle ich die Vogelbeeren immer noch, hebe sie für den Winter auf – als Lockmittel. Liegen zwischen Sonnenblumenkernen, Distelsamen und Haferrispen auch getrocknete Vogelbeeren, tummelt sich eine weit größere Vogelschar um die Futterstelle. Es ist schon erstaunlich: Mehr als 60 Vogelarten dienen Vogelbeeren zur Speise, daneben auch vielen Nagetieren wie Siebenschläfer, Haselmaus und Feldmaus.

5 Gedanken zu „„Beeren“ für Vögel“

  1. Ja, man muss sie sammeln, sonst sind sie abgefressen vor der Zeit ;-). Ich mache daraus alle paar Jahre auch mal Marmelade (zusammen mit Zucchini oder noch lieber inzwischen mit Äpfeln). Und auf Herbstwanderungen sind die kleinen Äpfelchen – in Maßen als Einzelstücke genossen… – Vitamin-C-Spender und Durstlöscher für alle Fälle 😉

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  2. Hallo,

    bin eher zufällig auf diese Seite gestoßen,finde sie jedoch schön übersichtlichaufgebaut unddie Artikel sind sehr liebevollgeschrieben 🙂
    „Das Wilde Kräuterbuch“ ist übrigens ein netter Titel 🙂

    Grüße

    Maya

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