Dezember 2008

Ein Lob dem Lorbeer

Laurus nobilis, der Edle Lorbeer – vor dem ziehe ich symbolisch meinen Hut. Ich habe einen kleinen Strauch bei mir im Wintergarten stehen. Mit seinem immergrünen, ledrigen Laub ist er dort nicht nur eine Zier. Immer wieder muss er mir eines seiner derben, aromatisch duftenden Blätter abgeben – zur Würze in der Küche. Denn wer einmal wie ich seine Kartoffelsuppe mit einem frischen Lorbeerblatt gewürzt hat, wird nie mehr auf getrocknete zurückgreifen wollen.

Winterlied

Geduld, du kleine Knospe Im lieben stillen Wald, Es ist noch viel zu frostig, Es ist noch viel zu bald. Noch geh ich dich vorüber, Doch merk ich mir den Platz, Und kommt heran der Frühling, So hol ich dich, mein Schatz. August von Platen...

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Orchideen, wie schön!

Gerade sind sie wieder überall im Angebot – die Prinzessinnen der Fensterbank: Orchideen. Allen voran die Nachtfalterorchideen, meist mit ihrem botanischen Namen Phalaenopsis angesprochen, die für wenige Euro reißenden Absatz finden. Tatsächlich gehören Orchideen heute zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Nicht allein ihrer Schönheit wegen, sondern vor allem dank ihrer erstaunlich lang anhaltenden Blütezeit. Aber die Prinzessinnen wollen auch gepflegt werden, damit sie gesund und munter bleiben – und ihren Liebreiz jahrelang behalten, ohne Läuse. Hier meine Tipps dazu.

Weihnachtssterne – Stars in der Adventszeit

Deutschland sucht den Superstar? Nein, eigentlich hat Deutschland ihn schon gefunden! Den Star unter den Zimmerpflanzen – den Weihnachtsstern. Alljährlich begleitet er uns durch die Vorweihnachtszeit, freuen wir uns an seinen herrlichen Blättern und den schmucken Blüten – wobei die leuchtend gefärbten Blätter gar keine Blütenblätter sind, sondern so genannte Hochblätter. Sie rahmen die eigentlichen, eher unscheinbaren Blüten ein. Ursprünglich stammen die Gewächse mit dem schönen botanischen Namen Euphorbia pulcherrima aus Mexiko, wo man die Kirchen zum Weihnachten üppig damit schmückte.

Der wachsende Adventskalender

Adventskalender sind doch etwas Wunderbares. Ich finde es nur schade, dass sie immer „abnehmen“, dass die Türchen zum Öffnen immer weniger werden, dass die Anzahl der Päckchen sinkt, dass die kleinen Leckereien verschwinden…

Also dachte ich mir, warum nicht einen Adventskalender ersinnen, der stetig „zunimmt“? Und der war flugs entwickelt. Ich habe in meinen Beständen gekruscht, gesucht und gefunden – einen wunderbaren Flechtkorb, der steht jetzt auf unserem Esszimmertisch. Noch ist nichts drin, aber ich werde ab dem 1. Dezember jeden Tag eine Kleinigkeit hinein geben. Einen Zapfen, eine vertrocknete Rose, eine abgeblühte Hortensienblüte, einen Tannenzweig, einen rotbackigen Apfel, eine Walnuss, ein Büschel Thymian, eine knorrige Wurzel, ein Stück schöne Rinde… Was immer ich so finde. Im Garten, beim Spazierengehen oder Wandern.

Das famose Lavendelöl

Das blaue Duftwunder

Jeden Winter wieder dasselbe Problem. Kaum wird geheizt, kriegen die Zimmerpflanzen Besuch. Besuch von überaus lästigen Gästen wie Spinnmilben, Blattläusen oder Thripse, die sich an ihren jungen Trieben, an zarten Blättern und frischen Knospen schadlos halten. Und überhaupt keinen Respekt kennen – sie gehen erst, wenn die Pflanzen völlig ruiniert sind und ihr grünes Leben aushauchen. Bis dahin vermehren sie sich auch noch munter weiter, plündern ungeniert das Pflanzenbuffet auf der Fensterbank.

Schon mal einem Gestreiften Frosch begegnet?

Es scheint eine außerordentlich seltene Spezies zu sein, der Gestreifte Frosch. Rana striata? Mir ist er bislang völlig unbekannt gewesen, bis ich ein hübsches Buch von den Weilheimer Kräuterpädagogen bekam. „Kochen und Backen mit Wildkräutern“ steht auf dem samtroten Buchdeckel. Darin blätternd, hüpfte der Gestreifte Frosch mir ins Auge: in der Rubrik „Aus dem Backofen“.

Schlehen für Feinschmecker

„Am Waldessaum“, ein lustiges Früchtequartett von Liesel Lauterborn, gehört für mich zu den schönsten Erinnerungen an meine Kinderzeit. Völlig fasziniert von den Zeichnungen wähnte ich mich als kleines Mädchen immer mitten unter den wilden Sträuchern, den Mund voller Köstlichkeiten frisch von den Zweigen gepflückt. Genau an diese seligen Glücksmomente fühlte ich mich erinnert, als ich das Schlehen-Gelee probierte…

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